Keine Held:innenreise ist vollständig ohne episches Reittier. Das haben mir viele Jahre Filme und Serien schauen beigebracht. Seien es die Adler aus Der Herr der Ringe, die den Plot am Ende zeitgleich möglich machen und zerstören oder Bibi Blocksbergs Pferd Sabrina, das ein maßgeblicher Grund dafür ist, wieso überall auf der Welt Kinder Reitstunden anfangen. Doch leider hat die Kreativität in Fantasy-Filmen häufig nicht mehr für das Reittier ausgereicht. Ich habe schon länger die These, dass man am Reittier erkennen kann, ob ein Fantasy Film generisch oder besonders ist. Es gibt mehr als Drachen und Pferde da draußen! Genau das möchte ich mit dieser Liste der 5 besten Reittiere beweisen.
Platz 5: Thranduils Elch

Wenn der Elbenkönig von Düsterwald auf seinem gewaltigen Gefährten durch den Wald reitet, wirkt es, als würde die Natur selbst vor Ehrfurcht stillstehen. Was Thranduils Elch aus Der Hobbit cool macht, ist nicht nur seine Stärke oder sein majestätisches Aussehen, sondern der Fakt, dass dieses Reittier, ohne auch nur einen Namen zu tragen, direkt vermittelt: Achtung, ich trage einen Main Character. Wer braucht schon Pferde, wenn man den König des Waldes unter sich hat? Thranduils Elch ist quasi die erwachsene, majestätische Version von Bambi, nur mit Rüstung und ohne Kindheitstrauma.
Platz 4: Tauntaun

Tauntauns sehen aus wie eine Mischung aus Reptil, Känguru und Schaf. Pluspunkte für Kreativität haben sie damit schonmal verdient. Sie haben einen langen Hals, kräftige Hinterbeine, kurze Vorderbeine und einen buschigen Schwanz, außerdem Fell, das sie vor der extremen Kälte schützt. Sie werden von den Rebellen als Reittiere genutzt, um sich schnell über das schneebedeckte Terrain zu bewegen. Sie sind robust, wendig und an das eisige Klima angepasst, können aber nicht besonders lange ohne Nahrung oder Schutz überleben. Ihren Platz auf dieser Liste haben sie vor allem deswegen verdient, weil ihr Tod so gut inszeniert wurde. Ohne Tauntaun hätte Luke Skywalker den Schneesturm wohl nicht überlebt. Wenn man von inneren Werten spricht, dann vom Tauntaun.
Platz 3: Seidenschnabel

Seidenschnabel ist ein Hippogreif: halb Adler, halb Pferd. Er lebt im Verbotenen Wald auf dem Gelände von Hogwarts und ist, wie alle Hippogreife, stolz und intelligent. Wer ihm Respekt entgegenbringt, wird sein Vertrauen gewinnen, doch wer ihn beleidigt oder bedroht, spürt schnell seine scharfen Krallen. Nach Sirius Blacks Tod, wird Seidenschnabel aus Sicherheitsgründen in Federflügel umgetauft. Man muss Seidenschnabel einfach lieben. Nicht nur, weil er Draco Malfoy eine längst fällig Backpfeife verteilt, sondern auch, weil er bis zur Schlacht von Hogwarts an Harrys Seite kämpft. Wenn Seidenschnabel uns etwas beibringen kann, dann, dass Reittiere Kreaturen auf Augenhöhe sein können und etwas Stolz und Selbstwert noch niemandem geschadet haben (… außer Malfoy in diesem Fall).
Platz 2: Iorek Byrnison

Iorek Byrnison ist ein Panzerbär, also ein großer, intelligenter Eisbär mit einer Rüstung aus Metall. Außerdem ist er ein mutiger Krieger. Iorek ist sehr stark, loyal und hilft Lyra bei ihren Abenteuern. Aber machen wir es einfach: Er ist ein Bär mit Rüstung. Reicht das nicht, um coolness Punkte zu bekommen? Ich finde schon.
Honorable Mentions
Für diese Liste habe ich mir vorgenommen, auf die Nennung von Drachen und Pferden explizit zu verzichten. Nichts desto trotz möchte ich anerkennen, dass es in manchen Franchises besonders coole Exemplare dieser Gattungen gibt. Welche, die nicht nur gut aussehen, sondern auch einen Charakter haben.

Ohnezahn aus How To Train Your Dragon
- Sassy
- Teilt sein Essen
- Stellt sich großen Gefahren, um andere zu beschützen

Fuchur aus Die unendliche Geschichte
- Super flauschig
- Erinnert mich an einen Golden Retriever
- Gibt kluge Ratschläge und unterstützt Bastian auf seiner Reise

Daenerys Drachen aus Game of Thrones
- Wir sehen wie sie aufwachsen
- Badass
Platz 1: Appa

Kein Abenteuer wäre komplett ohne Appa, dem fliegenden Bison und treuen Begleiter von Aang, aus Avatar: Herr der Elemente. Appa ist nicht nur irgendein Tier: Er ist Familie, Taxi, Beschützer und Kuscheldecke in einem. Bei Appa handelt es sich um einen fliegenden Bison. Mit seinem dicken weißen Fell, den sechs Beinen und dem pfeilförmigen Muster auf dem Rücken sieht er aus wie eine Kreuzung aus Bison, Manatee und Wolke (nur eben viel cooler).
Appa kann fliegen und schwingt sich mit Leichtigkeit in die Lüfte. Er gleitet durch Wolken, über Berge und selbst durch Stürme, als wäre es das Natürlichste der Welt. Kein anderes Tier in der Avatar-Welt kommt so elegant und mühelos von einem Ort zum anderen. Dabei ist er nicht nur wendig, sondern auch superstark. Appa kann enorme Lasten tragen: Ganze Gruppen, Ausrüstung und manchmal sogar schwere Gegenstände, wenn es nötig ist. Trotz seiner Größe bleibt er erstaunlich schnell und beweglich. Doch das, was Appa wirklich besonders macht, ist sein großes Herz. Trotz seiner gewaltigen Statur ist er sanftmütig und liebevoll. Er kümmert sich um seine Freunde, rettet sie in gefährlichen Momenten und bleibt ihnen treu, selbst wenn alles verloren scheint.
Hast du noch weitere besondere Reittiere aus Film und Fernsehen auf Lager, dann lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. Bis dahin bleibt nur eines zu sagen: Yip, yip!
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Beitragsbild: Unsplash

Diese neugierige Seele stammt us dem rauen Norden, wo Wind und Wellen das Land formen. Getrieben von Neugier zieht sie durch Tavernen, Häfen und ferne Länder und ist dabei immer auf der Suche nach den Wahrheiten hinter den Märchen. „Thale Grimm“ ist ihr Pseudonym, unter dem die Autorin ihre Gedanken und Erzählungen teilt.
